Wie man eine Wanderstrecke plant, von der Karte bis zur GPX-Datei
Eine gute Wanderstrecke wird vor dem Start geplant: wo entlang, wie viel Anstieg, welches Gelände, wie lange es dauert. Hier sind die Schritte, der Reihe nach.
Was vor dem Öffnen einer Karte zu entscheiden ist
Eine Wanderstrecke beginnt mit ein paar einfachen Entscheidungen: dem Startpunkt, der angestrebten Distanz und der Form der Strecke — eine Schleife, die zum Ausgangspunkt zurückkehrt, oder eine Durchquerung, die ein zweites Fahrzeug oder öffentliche Verkehrsmittel am Ende erfordert. Diese Bedingungen bestimmen alles Weitere: Eine 12-km-Tour mit 400 m Anstieg wird nicht wie eine 25-km-Gebirgsdurchquerung geplant.
Schleife oder Durchquerung: was sich in der Praxis ändert
Eine Schleife vereinfacht die Logistik: ein einziger Parkplatz, eine vorhersehbare Rückkehr und die Möglichkeit, unterwegs abzukürzen, falls das Wetter umschlägt oder die Gruppe müde wird. Eine Durchquerung deckt mehr Gelände ab, ohne denselben Weg zweimal zu gehen, bringt aber eine zusätzliche Bedingung mit sich — ein am Ende zurückgelassenes zweites Fahrzeug oder ein letzter Bus oder Zug, dessen Fahrplan das Ende des Tages bestimmt. Diese Entscheidung lohnt es sich zu treffen, bevor der erste Punkt gesetzt wird, nicht mittendrin.
- Die Route auf der Karte zeichnenSetze Wegpunkte: Start, zu erreichende Gipfel oder Orte, Ziel. Der Wandermodus des Routings bevorzugt markierte Pfade gegenüber Straßen. Das vollständige Detail dieses Schritts findest du in der Anleitung zum Erstellen einer Strecke von Grund auf.
- Anstieg und Profil prüfenSobald die Strecke gezeichnet ist, wirf einen Blick auf das Höhenprofil, das automatisch entsteht. Es zeigt die wahre Schwierigkeit der Tour, weit mehr als die Distanz allein — die Anleitung zum Höhenprofil erklärt, wie man es liest und steile Abschnitte vor dem Start erkennt.
- Das Gelände betrachtenDie Strecke kann nach dem tatsächlichen Untergrund eingefärbt werden — Erde, Schotter, Fels, Asphalt. Nützlich, um zu wissen, ob die Tour für einen Familienausflug geeignet ist oder ob gutes Schuhwerk und Stöcke ratsam sind.
- Das Wetter vorhersehenEine 7-Tage-Vorhersage lässt sich direkt für die Strecke und ihren höchsten Punkt einsehen, was oft wichtiger ist als das Wetter am Ausgangsort — ein Gipfel kann in Wolken gehüllt sein, während am Parkplatz die Sonne scheint.
- Die Strecke mit auf die Tour nehmenDie GPX-Datei wird auf einen Fahrradcomputer oder eine GPS-Uhr exportiert oder kann als PDF-Roadbook mit Karte und Profil gedruckt werden. Ein Link zum Teilen lässt sie auch direkt an deine Begleiter senden.

📖 Schritt für Schritt im Handbuch: Per Route · Profil · Wetter hier · Exportieren
Wie viel Zeit einzuplanen ist
Distanz und Höhenmeter zusammen erlauben eine realistische Schätzung der Dauer je nach Aktivität — Wandern und Trailrunning kommen auf demselben Relief nicht gleich schnell voran. Der Guide zu dieser Schätzung erklärt, wie du sie an dein Profil anpasst. Die Schätzung dient vor allem dazu, die Startzeit mit Sicherheitsreserve festzulegen, damit du den Abstieg nicht in der Dunkelheit beendest. Die Marschtabelle des Editors nennt die Durchgangszeit an jedem Marker, Pausen eingerechnet, und warnt, wenn die Ankunft nach Sonnenuntergang liegt.

📖 Schritt für Schritt im Handbuch: Marschtabelle · So wird die Dauer berechnet
Braucht es ein dediziertes GPS, oder reicht das Smartphone?
Für eine erste Wanderung reicht das Handy völlig aus: Die GPX-Datei lässt sich in den meisten Wander-Apps öffnen, und der Button „Mein Standort“ im Editor zeigt deine Position live auf der Karte, direkt im Browser. Ein eigenes GPS-Gerät oder eine GPS-Uhr lohnt sich vor allem wegen der Akkulaufzeit an einem langen Tag oder der besseren Lesbarkeit in der prallen Sonne — nicht für die Planung der Strecke selbst, die vorher an einem größeren Bildschirm stattfindet.
Der oft übersehene Schritt: die Position vor Ort prüfen
Eine im Voraus geplante Strecke bleibt eine Vorhersage. Vor Ort erlaubt die Echtzeit-Positionsbestimmung, sich auf der geladenen Strecke zu orientieren und zu bestätigen, dass man noch auf dem richtigen Weg ist — besonders nützlich bei Nebel oder in dichtem Wald, wo visuelle Anhaltspunkte fehlen.
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